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Kategorie Diakonisches Werk  

Diakonie Katastrophenhilfe stellt 25.000 Euro für Nothilfe bereit

04.01.2008: Diakonie Katastrophenhilfe stellt 25.000 Euro für Nothilfe bereit

Blutige Unruhen in Kenia – Kirchen befürchten Genozid

Stuttgart, 04.01.2008
Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Opfer der Unruhen nach dem umstrittenen Wahlausgang in Kenia auf. „Hunderte Menschen starben bereits, bis zu 200.000 sind auf der Flucht vor der ausufernden Gewalt“, erklärt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe und von „Brot für die Welt“.

Lokale kirchliche Partnerorganisationen versorgen die Menschen mit dringend benötigten Lebensmitteln. Dafür hat die Diakonie Katastrophenhilfe über den ökumenischen weltweiten Verbund ACT International (Kirchen helfen gemeinsam) 25.000 Euro bereitgestellt. Schwerpunkte der aktuellen Hilfe sind verschiedene Slums in Nairobi und die Stadt Kisumu, in denen die lokalen Partner „Kenyan Evangelical Lutheran Church“ (KELC) und die „Evangelical Lutheran Church in Kenya“ (ELCK) aktiv sind.

Kirchliche Partner von „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe setzen sich in Aufrufen an die Bevölkerung und die Politiker für eine friedliche Lösung des Konflikts ein, der sich schnell zu einem Konflikt zwischen ethnischen Gruppen ausweiten könnte. „Vor allem in Kirchen und auf Polizeirevieren suchen die verängstigten Menschen Schutz“, so Füllkrug-Weitzel. Dass sie aber selbst dort nicht sicher seien, habe der Anschlag auf eine Kirche in Eldoret blutig bewiesen, bei dem mindestens 30 Menschen bei lebendigem Leib verbrannt seien.

Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“, wie die Anglikanische Kirche (ACK) und der Nationale Kirchenrat Kenias (NCCK), bemühen sich mit anderen kirchlichen Organisationen um Gespräche mit den Führern von Regierung und Opposition und versuchen, zwischen den beteiligten Parteien zu vermitteln. „Die Kirchen in Kenia können eine wesentliche Rolle bei einer friedlichen Lösung des Konflikts spielen. Aber die verfeindeten Parteien müssen ihnen zuhören und eine friedliche Lösung wollen“, betont Füllkrug-Weitzel. „Dass die Gewalt nicht spontan, sondern gesteuert ist, ist für unsere Partner evident. Bestehende ethnische Differenzen werden zum Machterhalt gezielt angeheizt und Konflikte werden zu ethnischen Konflikten stilisiert. Damit es nicht zum Genozid kommt, muss vor allem der amtierende Präsident Kibati bedingungslos gesprächsbereit sein.“

04.01.2008 /

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